MINGALABA – Glück mit dir – zwei Wochen ohne Schuhe und Geld

Mit dem Flieger nach Bangkok, weiter nach Phuket, von dort mit dem Auto vier Stunden Richtung Norden nach Ranong an der thailändisch-burmesischen Grenze. Dort in einem Holzschuppen den Ausreisestempel in den Pass bekommen und mit einem nicht sonderlich vertrauenswürdigen Holzboot mit Stabmixer – einem Motor an einer langen Metallstange – nach Kaw Thoung in Myanmar übergesetzt.

Das Boot war voller kleiner Kakerlaken und ich dachte schon mit Grausen, wir würden nun mehr als zwei Stunden in dieser Nussschale sitzen.

Doch in Kaw Thoung wechselten wir in ein Motorboot, welches sich auch ein wenig schneller über das Wasser bewegte.

Unsere Reisepässe mussten wir mit recht mulmigem Gefühl bei den Hafenbehörden abgegeben und 110 $ Einreisegebühr pro Nase entrichten. Das Mergui Archipel, ungefähr 800 Inseln in der Andamensee, auch Myeik Archipel auf Burmesisch, ist ein Naturschutzgebiet und das lässt sich die burmesische Junta gut bezahlen. Allerdings muss man sagen, dass die burmesische Marine hier auch den illegalen Fischfang und die Dynamitfischerei bekämpft. Möglicherweise der einzige Weg, dass dieser noch recht unberührte Fleck einigermassen intakt bleibt. Nun ging`s also los. So sehr ich das Meer mag, so wenig kann ich mich für längere Bootsfahrten erwärmen, besonders in kleinen Booten. Im Gegensatz zu meinem seebärigen Mann, dessen Wohlbefinden mit der Wellenhöhe steigt, verhält es sich bei mir genau umgekehrt. Ab und an tauchte ein hölzernes Fischerboot auf, was mich immer froh stimmte. Besonders als zwischendurch ein schrilles Pfeifen signalisierte, dass sich wahrscheinlich irgendwelcher Unrat vor dem Kühlwasserstutzen verfangen hatte. Doch nach kurzer Pause lief der Motor wieder und es ging weiter. Von Ferne sah man die traumhaften Strände der Inselchen, vollkommen menschenleer.  Hier in diesem Gebiet leben die Moken, auch Seenomaden genannt, die den Großteil ihres Lebens auf ihren Booten verbringen.

An einem ebensolchen Strand landeten wir dann schliesslich auch an. Endlich!!!! Ein selbstgebauter Schwimmponton wurde ans Boot gezogen, mit dem man dann langsam Richtung Strand glitt.

Die letzten Schritte jedoch waren schon ohne Schuhe, vom Ponton direkt ins Wasser und dann in den weißen Sand, wirklich weich wie Puder. Die Tauchbasis auf Macleod ist die erste in ganz Burma. Das Inselchen gehört einem burmesischen General, der es zu seiner Pensionierung von der Regierung geschenkt bekam. Er wollte ein Ferienresort für wohlhabende Asiaten daraus machen, hatte sich aber die falsche Zielgruppe ausgesucht. Auf der Insel ist nichts außer Tauchen und Abhängen am Strand möglich, und die Ausstattung ist auch nicht unbedingt mit guten Hotels zu vergleichen. So kam das Resort schließlich in die Hände eines Tauchveranstalters aus der Schweiz.

Leider ist unser Urlaub auf Macleod ist ein wenig anders als geplant verlaufen. Auch wenn das Inselchen in Myanmar liegt, war schon klar, dass wir fast nichts vom Land sehen würden, denn dafür war das Festland viel zu weit entfernt. Zudem war ein reiner Tauchurlaub geplant. Der wurde durch eine Erkrankung meines Mannes hinfällig. Ich selbst habe einige Tauchgänge gemacht, doch am liebsten tauche ich mit meinem Buddy. Dies ganz besonders, wenn die Bedingungen etwas rauher sind. Fast jeder zweite Tauchgang war hier ein Strömungstauchgang mit oft schlechter Sicht. Da fühlt man sich dann so etwa wie in einer Waschmaschine im Vollwaschgang. Die anderen Tauchgänge waren jedoch herrlich, man merkt der Unterwasserwelt an, wie unberührt sie ist. Noch nie vorher habe ich beim Tauchen so viele Porzellanmuscheln gesehen und vor allem riesige Schnecken in einer atemberaubenden Vielzahl. Möge diese Unterwasserwelt hier noch lange so erhalten bleiben…

So konnten wir scheinbar unendliche Tage an einem Traumstrand verbringen, eigentlich nicht so meine Art des Urlaubs, und ich kam auf ein gelesenes Buch pro Tag. Doch so habe ich sehr viel über Myanmar erfahren und bin nun mehr als neugierig auf den Rest des Landes. Vielleicht schaffe ich es vor meiner Heimkehr noch, dies sich wandelnde Land zu besuchen.

Macleod ist fast gänzlich mit Dschungel bedeckt und ist somit ziemlich undurchdringlich. Einzig einen, in den Dschungel geschlagenen, schmalen Pfad zum Gipfel der Insel gibt es, der jedoch ganz schnell wieder zuwuchert. Nun, die Bucht von oben wollte ich mir schon ansehen… Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine solch anspruchsvolle Wanderung, man sollte es besser Klettertour nennen,  unternommen habe. Nach nächtlichen Regenfällen waren Waldboden und Wurzelwerk glitschig, der Pfad oft aus losen Stein bestehend, die auch noch mit  Laub bedeckt waren. Der Pfad war mitunter so steil, das wir uns an Seilen hochziehen mussten, der Absteig daran war jedoch noch etwas prickelnder, denn das musste rückwärts geschehen. Meine geschundenen Hände sind jetzt erst wieder verheilt!

Viel Viehzeug ist uns natürlich auch begegnet, riesige Spinnen hingen in ihren Netzen, die den Weg versperrten und umgehängt wurden. Neben der Aufmerksamkeit, die man dem Weg widmete, musste man immer auch schauen, was einem da noch in den Weg kommen konnte. Einen großen Schreck haben mir wilde Bienen eingejagt, die sich zunächst in aller Ruhe an einem Ast knäulten, weit genug entfernt, dachte ich. Plötzlich sausten sie los. Erstaunlich, wie flott ich dann viele Meter des Weges hoch gekommen bin. Angst verleiht Flügel. Dann endlich oben, traumhafte Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. Unzählige Weißkopfseeadler und Nashornvögel glitten durch die Lüfte. Welch ein herrlicher Anblick… Auf dem Rückweg begegnete uns dieser Waran, ein ganz ordentlicher Brocken.

So vergingen die Tage mit Schnorcheln, Tiere beobachten, Fotografieren, Schwimmen und Lesen.

Unser kecker Mitbewohner, gerade mal 2 cm lang, der gern auf uns spazieren ging.Hier unser kecker Mitbewohner, gerade mal 2 cm lang, der gerne auf uns herumspazierte.

Einmal habe ich mich mit Thanaka, dem Holz des indischen Holzapfels (Limonia acidissima), das mit Wasser zu einer Paste zerrieben, vor allem für die Kühlung und den Schutz des Gesichtes vor der Sonne verwendet wird, einreiben lassen.

Die meisten burmesischen Frauen hier haben die Spuren des gelblichen Pulvers im Gesicht und auf dem Körper, wohl auch in Ermanglung von anderen Kosmetikprodukten.  Es sollte auch gegen Mückenstiche helfen. Ich sah lustig danach aus, das Jucken der Stiche hatte leider nicht abgenommen, und mein Mann machte sich über mein Aussehen lustig.

Mingalaba wird einem meistens als das burmesische „Guten Tag!“ verkauft. Doch eine Begrüßung ist im Burmesischen eher unüblich. Allenfalls wird ein einleitendes „Schon gegessen?“ oder ein „Gut geht’s, oder?“ vorausgeschoben. Mingalaba bedeutet schlicht und einfach „Glück oder Segen mit dir!“ und das gefällt mir.

Ihr werdet euch wohl wundern, dass ich von Myanmar rede und dann als Adjektiv burmesisch verwende. Doch das Adjektiv myanmarisch ist mir ein Wortungetüm, auch wenn das Land seit 1989 offiziell Myanmar (amtlich Pyidaunzu Thanmăda Myăma Nainngandaw) heißt.

Alle Bilder in meinem Blog sind selbst geschossen. Die Unterwasserbilder allerdings stammen dankenswerterweise von Dirk Distelkamp und Alexander Steckler. Wir haben unsere Unterwasserkamerausrüstung noch nicht an das digitale Zeitalter angepasst, was aber jetzt schnellstens passieren wird.

Ich bin sehr gespannt, wie sich Myanmar in der kommenden Zeit entwickeln wird und hoffe sehr, dass die „Lady“, Daw Aung San Suu Kyi, wie ihr Volk sie voller Hochachtung nennt, endlich die Möglichkeit haben wird, diese Menschen  in eine freie und hoffentlich gute Zukunft zu führen. Vielleicht werden dann auch  die 80% des Staatshaushaltes, die in Miltitärausgaben fließen, endlich reduziert und einem verbesserten Gesundheitssystem zufließen, welches im Moment gerade einmal 3% des Staatsbudgets beträgt. (Jotow/Ganz: Burma. London 2009)

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                                                            MINGALABA

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Der Muschelmietwohnungsmarkt oder vom Faszinosum des Einsiedlerkrebses

Wir hatten uns für’s TET-Fest nach Macleod ins Mergui Archipel von Burma verabschiedet und hielte ich die Reihenfolge ein, müsste ich erst etwas über unser Inselchen jenseits der Zivilisation berichten. Doch zunächst möchte ich euch mit wunderbaren Wesen bekannt machen, die mir als Erste – insofern halte ich mich doch an die zeitliche Abfolge – im Pudersand von Macleod vor die Füße liefen… laufende Muscheln sozusagen.

Doch ich wusste schon Bescheid, laufende Muscheln kommen für meine Sammelleidenschaft auf gar keinen Fall in Frage, denn sie haben schon einen Eigentümer, bzw. einen Bewohner, den Einsiedlerkrebs, gefunden und sind dementsprechend tabu.

Schon Aristoteles, der in seiner Historia Animalium von dieser eigentümlichen Kreatur schrieb, die seiner Auffassung nach aus Erde und Schleim entstanden sei, wunderte sich darüber, wie dieser merkwürdige Krebs ein Meeresschneckengehäuse zu seinem Heim machen konnte. Einsiedlerkrebse gehören mit Krabben, Langusten und Seepocken zur Gattung der Crustacea. Es gibt weltweit mehr als 30.000 Arten, die an ihren beiden Fühlerpaaren, dem harten Exoskelett und den segmentierten Beinen zu erkennen sind. Der Körper selbst besteht aus zwei Teilen, vorne die Kopfbrust (Cephalothorax) und hinten der Hinterleib (Adomen). Gerade dieser Hinterleib macht den Einsiedlerkrebs so unverwechselbar. Mir macht es viel Spass, den kleinen Gesellen zuzusehen, wie sie ihre Spuren durch den Sand ziehen.

Mitunter hat man das Gefühl von Großstadtverkehr, wenn man die Menge der sich kreuzenden Spuren am Strand sieht. Einsiedlerkrebse sind, wie wir Menschen auch, von sehr unterschiedlichem Gemüt. Manch einer verschwindet schon in seiner Muschel, wenn man sich ihm nur auf drei Meter nähert und wagt sich erst nach langer Zeit ganz vorsichtig aus seiner Behausung.

Andere sind Draufgänger, mutige Gesellen, schauen gleich, wer das das eigene Haus neugierig befingert… und sie sind durchaus wehrhaft. Ein sehr couragierter Winzling hat mich so schnell fest in die Finger gezwickt, dass ich die Hand blitzschnell zurückzog, doch das Kerlchen hatte nicht etwa locker gelassen und so hab ich ihn mit einem Ruck aus seiner Behausung befördert. Ganz nackert hing er an meinen Fingern… voller Scham, nicht, weil ich noch nie einen nackten Einsiedlerkrebs gesehen hatte, sondern aus Scham über mein unüberlegtes Verhalten, setzte ich ihn sogleich neben seine Muschel und ganz schnell hat er sein weiches, verletzbares Hinterteil wieder hineingeschoben. Wahrscheinlich hat er mich noch mit einer Verwünschung bedacht und ist hernach von dannen gekrabbelt.

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Das weiche Hinterteil des Einsiedlerkrebses ist relativ groß, asymmetrisch und besitzt eine Art Schwanzfächer um das Tierchen im Muschelgehäuse festzuhalten. Die rauhe Oberfläche des Schwanzfächers hilft dabei, den nötigen Halt zu erzielen. Alle Krebstiere, auch die Einsiedlerkrebse, häuten ihre kalkige Außenhülle, wenn sie wachsen. Hat ein Einsiedlerkrebs seine alte Außenhülle abgeworfen, zieht er sich mit der neuen, noch weichen Außenhaut in ein neues Gehäuse zurück um sie aushärten zu lassen. Manche Arten passen dabei ihre Schere perfekt an die Gehäuseöffnung an. Die perfekte „Tür“ schützt gegen Räuber und bei den Einsiedlerkrebsen an Land auch gegen Austrocknung. Nach der ersten Häutung zieht der Krebs seine noch weiche Schere gegen die Gehäuseöffnung. Beim Aushärten und Verkalken der Schere entsteht so der perfekte Verschluss.

Doch auch ein Einsiedlerkrebs wächst und schnell ist es an der Zeit, sich nach einer neuen Wohnung umzusehen. So einfach ist das nicht. Das weiß jeder, der selbst schon einmal eine neue Wohnstatt gesucht hat. Die Größe, das Aussehen und natürlich das Wohngefühl sind maßgebliche Faktoren für die Entscheidung eine neue Wohnung zu beziehen, Verfügbarkeit natürlich vorausgesetzt! Das ist bei uns nicht anders als bei den Einsiedlerkrebsen. Wenn sich ein Einsiedlerkrebs auf die Suche macht, so wird eine potentielle Behausung genaustens untersucht. Mit Schere oder Bein wird erst überprüft, ob jemand zu Hause ist. Danach wird die Qualität des neuen Schneckenhauses überprüft. Es muss sich leicht bewegen lassen, geräumig, nicht zu schwer sein und eine geeignete Öffnung haben. Einsiedlerkrebse sind in der Lage Gewichtsunterschiede von Gehäusen gleicher Art zu erfühlen, um kein zu schweres neues Heim auszuwählen. Ist die Entscheidung für ein Schneckengehäuse gefallen, drückt sich der Einsiedlerkrebs an das neue Gehäuse, zieht blitzschnell sein verletzbares Hinterteil heraus und schiebt es vorsichtig in die neue Bleibe. Passt es nicht genau, werden andere Möglichkeiten erwogen. Die Wahl des richtigen Gehäuses folgt einem Instinkt, der schon bei jungen Einsiedlerkrebsen voll ausgeprägt ist. Insofern haben sie uns gegenüber bei der Wahl eines neuen Quartiers einen entschiedenen Vorteil! Wie bei uns Menschen auch, ist die Konkurrenz um eine neue Wohnung groß. Sie kann bei Einsiedlerkrebsen durchaus zu Verlust von Scheren, Beinen oder Fühlern führen. Besonders der Verlust der Schere kann für den Krebs schwerwiegende Folgen haben. Stellt euch vor, eure Wohnungstür käme euch so einfach abhanden…            

Die Veränderungen der Lebensbedingungen machen sich auch bei manchen Einsiedlerkrebsen bemerkbar. Sie bevorzugen die Leichtbauweise, wie dieser riesige Einsiedlerkrebs, der ein Verjüngungsstück des Wasserleitungsrohrs zu seinem Fertighaus erkoren hat. Dass jenes lang nicht so gut geeignet ist, wie eine Bleibe aus Naturmaterialien, wird er wohl noch lernen müssen. Nur seine schiere Größe hat ihn wohl davor bewahrt, von einem der Rabenvögel auf der Insel aus der Plastik“mupfel“ gezogen zu werden, denn sie machen mit Vorliebe Jagd auf die zumeist kleinen Gesellen, die sich der Schätze des Meeres bedienen. Mich faszinieren diese herrlichen Tierchen und daran wollte ich euch teilhaben lassen! Leider habe ich immer noch nicht kapiert, wie ich die Bilder, die ich den Fließtext einfüge, aus der Diashow raushalte… sei`s drum!

Chúc mừng năm mới – Ein frohes Neues Jahr – Tết Nguyên Đán – Das vietnamesische Neujahrsfest

Das schaffe ich gerade noch neben Kofferpacken und Reisefiebermessen… euch noch ein paar Eindrücke von Hanoi im Tết-Fieber zukommen zu lassen. Tết ist der wichtigste vietnamesische Feiertag, der erste Tag des ersten Monats im chinesischen Mondkalender. Ich erlebe die Zeit vor Tết hier als absoluten Ausnahmezustand, die Stadt scheint aus allen Nähten zu platzen, der Verkehr scheint sich verdoppelt zu haben und die Menschen sind außer Rand und Band. Das Schönste für mich: die Stadt gleicht einem Blumenmeer.

Überall sind blühende Pfirsichäste zu sehen und alles an Blumen, was man sich nur vorstellen kann. Der garnicht so kleine Zwergorangenbaum ist das Pendant zu unserem Weihnachtsbaum und ziert die vietnamesische Wohnstube. In halsbrecherischen Aktionen werden die Bäume gerade auf Motorrädern durch die Stadt gekarrt.

Für mich besteht die ganze Stadt im Moment nur aus Bewegung, aus Hast, aus Farben und Licht. Genau das ist es, woran ich euch mit meinen Bildern unten teilhaben lassen möchte.

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Überall sind Plakate aufgehängt, alles ist geschmückt. Diese Banner zieren das Gebäude von Voice of Vietnam, wo ich in der deutschen Redaktion arbeite.

Netz“frei“ – ein richtig ruhiger Winterurlaub daheim

Der Blick aus dem Femster meines Arbeitszimmer

Wishing all my friends a wonderful year ahead where value is given to what is really important.

Der Blick aus dem Fenster meines heimischen Arbeitszimmers.

Als wir vor Weihnachten in Deutschland einflogen, lag wie gewünscht im Sauerland Schnee. Ich freute mich auf ruhige Tage in Deutschland, die uns zwar dorthin und hierhin führten, doch mir auch noch genug Zeit gelassen hätten, meine Weihnachtsgrüße per Blog an all die zu verschicken, die keine postalischen Grüße erhalten hatten. Zudem wollte ich gern noch ein paar Zeilen zu Weihnachten in Hanoi schreiben. Doch da machte mir die moderne Technik, erst mein Computer und dann die mangelhafte Internetverbindung in unser so herrlich abgelegenen Gegend, einen Strich durch die Rechnung. Ärger hätte nicht viel genutzt, so habe ich die Abgeschiedenheit in doppelter Hinsicht genossen. Und ihr kommt nun in den Genuss von ein paar vorweihnachtlichen Impressionen aus Hanoi zu ziemlich nachweihnachtlicher Zeit.

Ich hatte schon gehofft, hier in Vietnam dem heimischen Dekowahn zu Weihachten entkommen zu können. Weihnachten mag ich sehr, doch die Auswüchse der Vorweihnachtszeit, die sich ja schon in den frühen Herbst verschoben haben, stoßen mich ab. Wer jetzt denkt, dann hätte ich es hier in Hanoi gut getroffen, unterliegt dem gleichen Irrtum wie ich. Zwar hat das Weihnachtsfest für die Vietnamesen, außer für die Christen hier, inhaltlich keine Bedeutung. Der Weihnachtsbaum in unserem Wohn- und Einkaufskomplex Doch die Globalisierung hat die kommerzielle Variante des Festes in viele Ecken der Welt getragen, so auch nach Vietnam. Vietnamesen feiern gern, wurde mir gesagt und dies sei ein willkommener, zugleich so exotischer, bunter  Anlass zum Feiern. Nun macht euch selbst ein Bild. Oben seht ihr den Weihnachtsbaum in unserem Wohn- und Einkaufskomplex The Garden.

Dieser Nussknacker sprang mir schon im Sommer vor die Linse…

Schon im November veränderten sich die in den Straßen hängenden Kleidungsstücke merklich… neue Mode?

Das bevorzugte Kleidungsstück für Kinder jeden Geschlechts schienen diese Kostümchen zu sein. Auch beim Heimflug fanden sich derart verkleidete Kinder im Flieger. Vielleicht lag es schlicht und einfach an den in Hanoi merklich gesunkenen Temperaturen!? Sie bewegten sich vor Weihnachten tagsüber um die 20° C, nachts um die 14° C. Die Vietnamesen sind warm verpackt, Daunenjäcken, Mützen, Handschuhe, Ohrenschützer, oft in Kombination mit Badeschlappen. Schnee gibt es hier natürlich nicht. 

 Ich hoffe, ihr verzeiht mir die Verspätung meiner Wünsche, es läuft nun einmal nicht immer alles so, wie man es gern möchte. Hier geht es jetzt mit großen Schritten auf das vietnamesische Neujahrsfest, das TET-Fest, zu. Dessen Auswüchse scheinen die des Weihnachtsfestes noch zu überbieten. Im Moment ist die Stadt im Ausnahmezustand. Der Verkehr ist noch höllischer, obwohl Taxis in den Zeiten von 6-8 Uhr und von 16-19 Uhr nur noch eingeschränkt fahren dürfen. Alle Geschäfte, in denen sich die Waren fast bis zur Decke stapeln, sind überfüllt. Alle Vietnamesen sind hektisch unterwegs um das TET-Fest in jeder Hinsicht gut vorzubereiten. Überall finden TET-Feiern statt, auch in der deutschen Redaktion von Voice Of Vietnam waren wir heute gemeinsam unterwegs. Es ist voll, laut, anstrengend und dabei herrlich bunt!

Wir werden das Neujahrsfest auf einer kleinen Insel im Mergui-Archipel Myanmars begehen. Macht es gut bis Anfang Februar!

Wie Angela Merkel und die Eurokrise uns traumhafte Tage im Regenwald ermöglichten

Was war der Grund, dass wir unserem geplanten dreiwöchigen Urlaub zusammenstreichen mussten? Nun, es waren höhere Mächte sozusagen oder anders gesagt, ein mächtige Frau.

Zunächst war der Staatsbesuch von Angela Merkel in Vietnam wohl für den Juni geplant, doch da hatte unsere Kanzlerin dann andere, durchaus wichtigere Themen auf ihrer Agenda daheim in Europa stehen.

Schließlich war es nach vielem Hin und Her endlich sicher. Angela Merkel hatte sich zur Eröffnung der neuen Fabrikationsstätte von BBraun im Oktober, hier in Hanoi, angekündigt. Ihr könnte euch nicht vorstellen, was da im Vorfeld so eines Staatsbesuches alles los war! Meinen Mann bekam ich noch seltener zu Gesicht und um die ganze Vorbereitung habe ich ihn wirklich nicht beneidet. Er ist ja ebensowenig eine Rampensau wie ich und hätte sich das alles lieber erspart. Doch das war in diesem Fall natürlich unmöglich! Das drohende Ereignis führte dazu, dass unsere geplanten Urlaubstage zusammenschrumpften. Also kam nur ein Urlaubsziel infrage, welches einfach und schnell zu erreichen war: Tarzali. So konntet ihr dank Angie über unsere schöne Zeit in Queensland lesen, sonst wäre es wohl eine etwas abgelegenere Ecke der Welt geworden.

   Es ist unglaublich, welche Arbeit dreißig Minuten Staatsbesuch verursachen können! Natürlich war Angela Merkel nicht allein unterwegs. Schon lange vor ihrem Besuch kam die Vorhut zur Planung ins Haus und da musste alles bis ins Detail abgesprochen werden. Sogar die Stufenhöhe zum Rednerpult war festgelegt. Wir Deutschen sind ja immer sehr genau!!

Vor dem auf die Minute terminierten Eintreffen der Kanzlerin gab es schon diverse Tanzvorführungen. Wir hatten an diesem Tag Bilderbuchwetter, die Sonne schien unerbittlich und ein jeder schwitzte seine „Erste Garnitur Schnicklig“ durch.

Besonders für die Kinder waren die Temperaturen eine arge Herausforderung und es war bewundernswert, wie gut und brav die Kleinen durchhielten.

Als Frau Merkel dann endlich da war, kamen die unvermeidlichen Reden und im Anschluss daran die Führung durch die Produktionsstätte.

Jetzt wollt ihr sicher wissen, wie unsere Kanzlerin war. Nun, sie war sehr zugewandt, hat frei geredet und keinen Mist erzählt, sondern wusste, wovon sie redete. Ich fand sie sehr offen und sympathisch, was man nicht von jedem in ihrer Entourage sagen konnte. Sie hatte natürlich einen Riesentross von Begleitern dabei, Bundestagsabgeordnete jeglicher Couleur, Presse, Fernsehen, Wirtschaftsführer und wichtige vietnamesische Politiker.

Die Person im Schlepptau der Kanzlerin, die mich am meisten abstieß, stellte sich später als Kai Dieckmann, seines Zeichens Chefredateur der Bildzeitung heraus. Ich muss sagen, der Mann passt zu seinem Blatt wie die Faust aufs Auge!

Mit das Schönste für mich an diesem besonderen Tag war das befreite Lachen meines Mannes, als der ganze Tross wieder abgezogen war.

Alles hatte geklappt, alle Pannen waren ausgeblieben und ab dem  folgenden Tag durfte wieder zum Tagesgeschäft, welches schon fordernd genug ist, zurückgekehrt werden.

Wie ihr merkt, hinke ich mit meiner Berichterstattung immer ein wenig hinterher. Je höher die Qualtität meiner Bilder, desto schwieriger und langwieriger ist das Hochladen.Ich bin in dieser Hinsicht weder überdurchschnittlich versiert, noch bin ich bereit all meine Energie auf solche Dinge zu verwenden. So seht mir das mitunter mangelhafte Layout meines Blogs nach. Ich gelobe mit jedem Tag ein wenig kundiger und somit besser zu werden.

Phố cổ – Die Altstadt Hanois – Herz und Seele der Stadt

Kostbar ist mir jeder Tropfen Zeit.

Augustinus

Mit das Schönste an meinem Aufenthalt hier in Hanoi, an meinem Sabbatjahr, ist die Freiheit, die Zeit, die ich hier wirklich mein Eigen nennen kann. Obwohl ich nun zwei Aufgaben hier habe, durch die sich mein Leben von dem Leben eines Touristen doch merklich unterscheidet, bleibt mir viel Zeit für anderes. Zeit mit meinem Mann, Zeit für ausschweifende Lektüre, Zeit für Begegnungen, Zeit für Sport und vor allem Zeit für endlose Streifzüge durch diese Stadt. Es war genau das, was mich schon dazu gebracht hat China zu mögen, nachdem mich dieses Land zunächst nur abgestoßen hatte. So ist es nun auch in Hanoi. Wer mit offenen Augen und noch wichtiger, mit offenem Herzen durch die Stadt streift, wird belohnt… mit Ansichten, mit Einsichten, mit Überraschendem, mit Neuem, mit Ungewöhnlichem und so vielem mehr.

Die stete Entdeckungsreise durch diese Stadt ist unendlich spannend und wird nie langweilig. Mein Blog läßt euch ein wenig daran teilhaben. Doch wer mich und meine Wahrnehmung dieser Stadt wirklich verstehen will, der muss sie selbst erleben, denn meine Schilderungen sind eigentlich nur umfassend, wenn man den Geruch, den Geschmack, die Geräusche, die Erschütterungen, um nur einiges zu nennen, in die eigenen Wahrnehmungen miteinbezieht. Ich vermag euch nur einen kleinen Ausschnitt zu zeigen, doch vielleicht genügt euch das schon… denn die Blickwendung auf als das Schöne, Faszinierende, beinhaltet auch das Ausblenden dessen, was unschön, dreckig, übelriechend und abstoßend ist. Das (ver-)mag nicht jeder. Doch diese Haltung habe ich mir schon in China angeeignet und sie ist äußerst nützlich, wohl an jedem Platz unserer nicht immer nur schönen Welt.

Heute nehme ich euch auf einen Spaziergang durch die Altstadt Hanois mit. Sie hat mich schon bei meinem ersten Besuch Hanois in ihren Bann geschlagen. Quirlig, bunt, laut geht es hier zu, auf den ersten Blick scheint es ein großes Durcheinander zu sein. Mit jedem Spaziergang erschließt sich mir das Gewirr von Gässchen und Straßen mehr und mittlerweile weiß ich fast schlafwandlerisch, wo ich mich befinde. Doch gleichgültig, wie vertraut mir ein Platz sein mag, immer wieder lauern Überraschungen. Denn nichts bleibt, wie es ist und selbst, wenn ich bekannte Wege gehe, so ist es immer wieder anders. Anders sind die Blicke in die Augen der Menschen, anders das Geschehen auf den Straßen. Anders bin auch ich, jeden Tag wieder anders.

Zur Historie nur so viel: Vor ungefähr 1000 Jahren war das Gebiet der heutigen Altstadt nichts als ein krokodilverseuchter Sumpf. Im 11. Jahrhundert jedoch, als König Ly Than To hier seinen Palast bauen ließ, begann die Geschichte dieses geschichtsträchtigen Viertels. Nach und nach bildeten sich aus den um den Palast angesiedelten Handwerksdörfern Handwerksgilden aus. Auch wenn historische Quellen von nur 36 Straßen sprechen, so gibt es heute annähernd fünfzig Straßen. Viele der Straßen wurden nach der dort ausgeführten Tätigkeit oder den dort gehandelten Waren benannt. So gab es in der Hang Bo Körbe, in der Hang Non traditionelle Kopfbedeckungen, in der Hang Bac gingen die Schmiede ihrem Handwerk nach. All dies hat sich natürlich im Lauf der Jahrhunderte und besonders in der jüngsten Vergangenheit verändert. Doch in der Hang Giay gibt es wie früher noch immer Papier, auch wenn sich das Sortiment heute den uns bekannten Geschäften für Bürobedarf annähert. Trotz des Einzugs der Moderne ermöglichen die Streifzüge durch die ehemaligen Handwerkerstraßen einen Blick in die Vergangenheit dieser Stadt und in die Vielfalt der dort angebotenen Warenpalette. Doch ebenso sehr ist es ein Blick auf einen Teil des heutigen Hanois und seine Menschen.

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Nein, ich wäre daran vorbeigelaufen, einer von unzähligen Klamottenshops… doch im Hinterhaus ein Kleinod. Ein kleines Cafe, eine Terrasse mit einem herrlichen Blick über den Hoan Kiem See. Mittendrin in der Altstadt und doch das Gefühl haben, den vielen Menschen, dem Tempo der Stadt für kurze Zeit zu entfliehen. Gut, das Personal ist nicht sonderlich rührig… doch wie war das? Gewisses einfach ausblenden und das Schöne genießen!    Entlang der Eisenbahnlinie, die mitten durch die Stadt führt, winzige Straßenstände, die ein wenig von Allem verkaufen. Ich finde hier geschälte Kokosnuss.

Nur hier habe ich sie bisher gefunden. Ein Bekannter, der hier schon ein paar Jahre lebt, sagte auf Nachfrage, was er an Hanoi anstrengend fände: „Nie genau zu wissen, wo man etwas bekommt.“ So geht es mir oft auch und so habe ich Hosen in Ermangelung von Stecknadeln schon mit Büroklammern umgesteckt.

Ich liebe Märkte, überall auf der Welt, erfährt man durch sie doch viel über die (Ess-) Gewohnheiten der Menschen. Märkte sind für mich wie Kaleisdoskope, Orgien von Farben und Formen. Ich liebte mein erstes Kaleisdoskop – von meinem Großvater für mich gefertigt – schon lange, bevor ich bewusst meinen ersten Markt besuchte!

Über meine Vorliebe für den hiesigen Kaffee habe ich euch ja bereits erzählt. Doch gibt es Plätze, die durch ihre Atmosphäre den Genuss noch erhöhen. Der kleine Kaffeeladen ist so ein Platz.

Wer errät schon beim Hineinblicken, dass man hier auch Kaffee trinken kann? Nichts weist darauf hin. Flugs wird ein Tischchen aufgestellt, man kann auf einem der beiden Stühle Platz nehmen und köstlichen Kaffee genießen, während eine Armlänge entfernt ein Mädel Pfund um Pfund durch die Kaffeemühle laufen lässt.

Gegenüber des Kaffeeladens gibt es leckeren Schweinebraten, die Schlangen zur Essenszeit sind immer sehr lang. Das ist zwar nicht gerade meine Lieblingsspeise, doch wer Schweinebraten mag, sollte hier kaufen!

In der Apothekenstraße ist die weiße Welt unserer Krankenhäuser weit weg, selbst wenn Naturheilkunde auch bei uns hoch im Kurs steht. Dies ist ein Paracetamolersatz, getrocknete Lychees.  

Gut, den eingelegten Gürteltieren spreche ich jegliche Heilwirkung auf mich ab. Beim Anblick der Seepferdchen muss ich meine Wut unterdrücken, habe ich diese herrlichen Wesen doch schon stundenlang fasziniert unter Wasser beobachtet und weiß um ihre Gefährdung.

So, nun noch ein paar Bilder, um euch das bunte Treiben in der Altstadt vor Augen zu führen, vielleicht ein wenig näher zu bringen und eure Neugierde zu wecken.

Cassowary and tree kangaroo for breakfast, brushtail possum and king parrot for dinner

 

Oh no way guys, it’s not alll about food although I like good food, right?

Have a look at the snapshots and you can see what was meant… our fur`n and feathers companionship in Tarzali, where we were living quietly in middle of a wonderful rainforest, close to Ithaka river. It was in 2006 that we discovered this hidden place on the Atherton Tablelands in Queensland and I can tell you how sad I was to learn that there wasn`t any vacant treehouse at that time. As we were living in China in 2006 this wasn`t a major deception as China is so much closer to Australia as good old Germany. We decided to spend our Chinese May holiday again in Queensland at this very special place… the Canopy Treehouse of Tarzali. It was just breathtaking to live in such a beautiful and quiet place in the canopy.


The thought about this paradise still haunted my mind and I was always longing for going back one day. And that`s what we did, having not the expected three weeks ( the explanation for our shortened holidays will be given in a later post!) but only 12 days off.

We spend our days enjoying the quietness and the beauty of the place, listening to the sound of a multitude of wonderful bird voices – which I unfortunately can’t load into my blog 😦  – and having fun with all the
animal visitors around our treehouse. We were strolling through the private rainforest, resting at the granite boulders of Ithaka river looking for turtles and platypus swimming in the smoothly flowing river. Beside our lovely hideaway the Atherton Tablelands offer a variety of stunning places to go. However one fixed item on our daily schedule was Atherton pool. Oh, I envy Australian swimmers…
wherever there is a pool, you for sure can swim 50 m laps. Another advantage is that lap swimmers aren`t chased but highly respected and there are always some laps designed for them. Golden Australia… for swimmers! In Deutschland ist es mir schon morgens um sechs Uhr (!) passiert, dass träge dahin plantschende Schwätzbasen darüber empört sind, dass ich schnell an ihnen vorbei schwimme und nicht erfreut schaue, wenn sie mir immer in die Bahn kommen, obwohl das restliche Schwimmbad fast leer und für Kaffeeklatsch bestens geeignet wäre. (Diese Sätze auf Deutsch mussten sein!) This can`t happen here, ladies of this age don`t chat but swim!!!

Although we already knew quite a lot nice places here, we returned for the simple beauty of the landscape. You`ll find amazing waterfalls, giant trees, the “Felsenmeer” in a much bigger size and above all very open minded and friendly Australian people.                                                                    When starting my career as a teacher in Bad Camberg not knowing whether I would stay  there or not, I applied for a teaching job at the Board of Education of Queensland. And I got an offer teaching in Bundaberg/Queensland for two years. Knowing that after two years of working as a teacher the cost of living, e.g. housing and a car, would leave me as penniless as I came, let me postpone the job.

Working in Down Under, enjoying the beauty and variety of Australian landscape and of course a really multicultural society… I don’t think I would have returned to Germany. That`s saying a lot!

Queensland, that is tropical climate and at the same time an European influenced way of life, with cleanliness, a certain standard of living, well-ordered  routines and of course a diversity of food for a multicultural society. No problem, I love to travel exotic countries accepting a lower standard as at home but to be sincere, I never mind  heading back home to our beautiful country where I can drink the water coming out of my shower. In short, for daily living I prefer circumstances like at home in Germany, by the way one of the most wonderful countries in the world in my opinion even though I know so many other beautiful countries…

Even when all that glitters is not gold, not in Germany, not even down there in wonderful Queensland.

 

What about you… did you know that there is rainforest in Australia? The rainforests of north-east Australia are among the oldest in the world. In 1988 their significance was recognised when, as part of the Wet Tropics of Queensland, there were given World Heritage listing. The area, only 0.1 % of Australia`s land area, is home to 65 % of Australia`s fern species, 36 % of mammal species, 50 % of bird species, 25 % frog species and 60 % of butterfly species!!!!!!!

Have you ever heard of cassowaries? This flightless bird is Australia`s largest rainforest animal. Hogan, a young male cassowary was usally strolling around our house in Tarzali. Still juvenile he hasn`t yet developed the beautiful, so colourful features of a grown-up. But I thought him a beauty anyway. We were lucky that he still was a juvenile, because male cassowaries are caregivers. They not only sit about 50 days on the egg but they look for the chicks for about nine months. And then they are very dangerous. Approach a cassowary with chicks and you easily win an extended stay in hospital… I wouldn`t have walked without fear through Tarzali rainforest knowing a caring father around…

But there were so many other wonderful animals around us. Twice we spotted the Lumholtz`s tree-kangaroo and every day we had a lot of visitors around the house, many macropods – which means big foot – like wallabies or red-legged pademelons, all kind of birds and of course the cute but very naughty possums. My favourite however was Billie, the sixth month old wallaby, a little orphan, who will be raised by dedicated Sharon and her husband, the owners of the Tarzali treehouses,  for about two years!!!!!!!!!!!